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Im Zuge der Industrialisierung der Städte im 19. Jahrhundert veränderten sich auch zunehmend die Wohnverhältnisse sowie -bedürfnisse der Menschen.
Durch eine rasche Anbindung der Städte an das sich herausbildende Verkehrsnetz kam es zu einem steilen Anstieg der Bevölkerung in den Städten. In dem heutigen Sömmerdaer Landkreis war hiervon hauptsächlich die Stadt Sömmerda betroffen. Der Grund war die Ansiedlung großer Betriebe wie die Rheinmetall AG und die Großziegelei Martini in Sömmerda. Die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt Sömmerda stieg stetig an. Ab 1911 entstand durch die Siedlungsgenossenschaft „Sachsenland“ eine erste Arbeitersiedlung. Im Jahre 1928, begannen die Gagfah und die Baugenossenschaft „Volkswohl“ erste Familienhäuser mit der Unterstützung der Betriebe zu erstellen. In den 30iger Jahren folgten weitere Wohnsiedlungen.
Ende der 50iger Jahre gab es allein in dem volkseigenen Büromaschinenwerk 10.000 Beschäftigte. Dazu kam die fortschreitende Entwicklung weiterer Branchen wie z. B. Handel, Baubetriebe oder das Gesundheitswesen. Die Einwohnerzahl der Stadt Sömmerda stieg unaufhaltsam. Das Rheinmetallwerk verfügte zu dieser Zeit lediglich über 42 Wohnungen. Es wurde somit dringend notwendig, Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel zu treffen.

Auf Grund der beschriebenen Entwicklungen wurde der Ruf nach neuen Wohnungen immer lauter, jedoch fehlte die materielle und finanzielle Basis, um dies zu verwirklichen. Die Folge war, dass sich die Betriebe und wohnungssuchenden Menschen wieder dem ursprünglichen Solidargedanken der Genossenschaft aus den 19 Jh. zuwandten. Mit einer Verordnung vom 10.12.1953 über die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen war die gesetzliche Möglichkeit zur Bildung von Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften mit eigener Satzung geschaffen. Da sich auch die Betriebsgewerkschaftsleitungen mit dem Wohnungsproblem befassten, kam es am 01.04.1954 zur Gründung der AWG „Rheinmetall“ durch 27 Mitglieder. Zu erwähnen ist, dass der damalige Staat (DDR) Grund- und Boden zur Verfügung stellte und kostenlose Nutzungsrechte einräumte. Die AWG`s hatten somit keine Eigentümerrechte.

Am 13.02.1955 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau von 12 Wohnungseinheiten, dem ein umfangreiches Bauprogramm in Sömmerda folgte. Im Jahr 1957 gründete sich durch diverse Trägerbetriebe, u. a. VEB Bau Sömmerda, VEB Dachziegelwerk, VEB Funkwerk Kölleda und die VEB Kofferfabrik Kindelbrück, die AWG „Aufbau“. Auch die ersten 12 Reihenhäuser wurden im diesem Jahr fertig gestellt und übergeben. Zu dieser Zeit verfügte die AWG „Rheinmetall“ lediglich über 2 Mitarbeiter. Doch die stets steigenden Mitgliederzahlen sowie die Zuweisung neuer Wohnungsbauten forderten eine stabile Leitung und Führung. So setzte der Staat den kommunalen Anteil an zu errichtenden Neubauten auf 40 Prozent und den genossenschaftlichen Anteil auf 60 Prozent fest. Um den steigenden Wohnungsbestand zu bewirtschaften, war die Entwicklung einer eigenen Regiebrigade innerhalb der AWG unumgänglich.
Ende der 60iger Jahre hatte die AWG „Rheinmetall“ 768 Mitglieder, davon besaßen aber lediglich 324 eine Wohnung und der Mitgliederansturm sowie die Nachfrage nach Wohnungen waren weiterhin enorm.
So kam es Ende der 60iger Jahre, Anfang der 70iger Jahre im Rahmen eines staatlich gelenkten Wohnungsbauprogramms zu einem weiteren Bauboom in der Stadt Sömmerda. Die nun neu errichteten Wohneinheiten wurden erstmals durch Fernwärme versorgt.
Am 20.04.1974 kam es zum Zusammenschluss der AWG „Aufbau“ und der AWG „Rheinmetall“ zu der nun einzigen AWG in Sömmerda, der AWG „25.Jahrestag der DDR“. Diese besaß Ende der 80iger Jahre insgesamt 3.309 Wohnungen in Sömmerda und Kindelbrück. Somit lebte ca. ein Drittel der Bevölkerung in einer genossenschaftlichen Wohnung.

Nach der politischen Wende am 08.11.1991 entstand mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Erfurt die heutige Wohnungsbaugenossenschaft Sömmerda/Thüringen eG. Diese verschmolz im Jahr 2004 mit der WBG Kölleda eG, wobei der Firmenname Wohnungsbaugenossenschaft Sömmerda/Thüringen eG beibehalten wurde. Seit der politischen Wende galt es neue Herausforderungen zu meistern. Sowohl die Altschulden als auch der demografische Wandel, stellten die Genossenschaften vor eine Reihe von Ausgaben. Der WOBAG gelang es durch ein hohes Maß an Engagement und eine Vielzahl von zeitgemäßen, strategisch wichtigen Entscheidungen sich zu einem der erfolgreichsten eigenverantwortlichen Wirtschaftsunternehmen auf dem Sömmerdaer und Kölledaer Wohnungsmarkt zu entwickeln.

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